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Raumklima im Winter: Luftfeuchtigkeit messen und richtig lüften

Von BUBY Redaktion Veröffentlicht am 06.10.2026
Raumklima im Winter: Luftfeuchtigkeit messen und richtig lüften

Im Winter kämpfen viele Wohnungen gleichzeitig mit zwei Problemen: In beheizten Räumen ist die Luft so trocken, dass Augen und Schleimhäute leiden, und an kalten Außenwänden bildet sich trotzdem Schimmel. Beides hat dieselbe Ursache, die relative Luftfeuchtigkeit. Wer sie misst, kann gezielt gegensteuern.

Die richtigen Werte

In Wohnräumen gelten 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als angenehm, im Winter darf es eher am unteren Ende liegen. Unter 30 Prozent wird es für die Atemwege unangenehm, Holzmöbel und Parkett können Fugen bilden. Dauerhaft über 60 Prozent, besonders im Schlafzimmer und an Außenwänden, steigt das Schimmelrisiko deutlich. Die Raumtemperatur liegt im Wohnzimmer meist bei 20 bis 22 Grad, im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad. Kühle Räume sollten aber nicht auskühlen, sonst schlägt sich die Feuchtigkeit an den Wänden nieder.

Messen mit dem Hygrometer

Ein Thermo-Hygrometer zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichzeitig an und kostet weniger als ein Abendessen. Stellen Sie es nicht direkt neben Heizung, Fenster oder Wasserkocher, sondern auf Augenhöhe an eine Innenwand. Sinnvoll ist ein Gerät je Raum, mindestens aber im Schlafzimmer und im Bad. Modelle mit Funk oder Bluetooth zeigen den Verlauf am Handy und warnen, wenn ein Wert über Stunden zu hoch ist. Sie finden sie unter Innenthermometer, mit Außensensor und Wetterprognose unter Wetterstationen.

Richtig lüften: Stoß statt Kipp

Ein gekipptes Fenster tauscht kaum Luft aus, kühlt aber die Wand rund um den Rahmen aus, genau dort entsteht dann Schimmel. Besser: zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten die Fenster ganz öffnen, am besten gegenüberliegende für Durchzug. Die Heizung drehen Sie dabei kurz zurück. Kalte Winterluft enthält wenig Feuchtigkeit, nach dem Aufwärmen ist sie trocken, deshalb funktioniert Stoßlüften im Winter besonders gut. Nach dem Duschen, Kochen und Wäschetrocknen lüften Sie zusätzlich.

Wenn die Luft zu trocken ist

Zeigt das Hygrometer dauerhaft unter 35 Prozent, hilft ein Luftbefeuchter. Verdunster arbeiten leise und können die Luft nicht übersättigen, Ultraschallgeräte sind kompakt, brauchen aber entkalktes Wasser, sonst setzt sich weißer Staub ab. Dampfbefeuchter sind besonders hygienisch, verbrauchen aber mehr Strom. Wichtig ist bei allen: Wasser täglich wechseln und den Tank regelmäßig reinigen. Geräte finden Sie unter Luftbefeuchter. Ein Befeuchter ersetzt das Lüften nicht, sonst steigt der CO₂-Gehalt.

Wenn die Luft zu feucht ist

Liegen die Werte trotz Lüften über 60 Prozent, prüfen Sie die Ursachen: Wäsche in der Wohnung trocknen, große Pflanzen, wenig geheizte Räume, Möbel direkt an der Außenwand. Rücken Sie Schränke an Außenwänden einige Zentimeter von der Wand ab und lassen Sie Türen zu kühlen Räumen geschlossen, damit warme, feuchte Luft nicht dort kondensiert. Zeigen sich dunkle Punkte in Ecken oder hinter Möbeln, handeln Sie früh: kleine Flächen mit geeignetem Mittel behandeln, bei größeren Flächen eine Fachfirma fragen.

Gute Luft ist mehr als Feuchtigkeit

In Räumen, in denen viele Menschen sind, oder in Neubauten mit dichten Fenstern steigt im Winter auch der CO₂-Gehalt. Müdigkeit und Kopfschmerzen sind typische Zeichen. Wer Allergien hat oder an einer stark befahrenen Straße wohnt, kann mit einem Luftreiniger mit HEPA-Filter Pollen und Feinstaub reduzieren. Auch hier gilt: regelmäßig lüften, das Gerät ergänzt es nur.

Kurz zusammengefasst

Ein Hygrometer pro Raum, Zielwert 40 bis 60 Prozent, zwei- bis dreimal täglich Stoßlüften statt Kippfenster, Schlafzimmer nicht auskühlen lassen, Möbel von Außenwänden abrücken. Ist die Luft dauerhaft zu trocken, hilft ein gut gepflegter Befeuchter, bei dauerhaft zu feuchter Luft zuerst die Ursache suchen.

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