Kaufberatung

NAS kaufen: Schächte, RAID und Backup für Zuhause und kleine Betriebe

Von BUBY Redaktion Veröffentlicht am 04.11.2026
NAS kaufen: Schächte, RAID und Backup für Zuhause und kleine Betriebe

Kurz gesagt: Ein NAS ist ein kleiner Speicher-Computer im Netzwerk, auf den alle Geräte zugreifen. Für Zuhause und kleine Betriebe passt meist ein Modell mit zwei Schächten im RAID 1. Damit überlebt Ihr Speicher den Ausfall einer Festplatte. Ein Backup ersetzt das aber nicht.

NAS steht für Network Attached Storage. Das Gerät hängt am Router und stellt Fotos, Dokumente und Backups für Computer, Smartphones und Fernseher bereit. Die Daten bleiben bei Ihnen und nicht bei einem Cloud-Anbieter, und laufende Abogebühren für den Speicher fallen nicht an.

Wie viele Schächte brauchen Sie?

Ein Schacht ist die einfachste Lösung, bietet aber keinen Schutz bei einem Festplattenausfall. Zwei Schächte sind der beliebte Einstieg, weil die Daten auf beiden Platten liegen können. Vier oder mehr Schächte lohnen sich für große Datenmengen und Betriebe, weil Sie den Speicher später erweitern können. Planen Sie großzügig: Eine spätere Vergrößerung ist deutlich mühsamer als ein Gerät mit Reserve. Achten Sie beim Kauf darauf, ob Festplatten dabei sind. Viele NAS werden als leeres Gehäuse verkauft.

RAID einfach erklärt

RAID verteilt die Daten über mehrere Festplatten. Bei RAID 1 liegen alle Daten doppelt, von zwei Platten mit je 4 TB bleiben also 4 TB nutzbar. Fällt eine Platte aus, laufen die Daten weiter. RAID 5 braucht mindestens drei Platten und opfert die Kapazität von einer. RAID 6 verkraftet den Ausfall von zwei Platten und ist für größere Systeme gedacht. RAID 0 ist schnell, aber ohne Schutz: Fällt eine Platte aus, sind alle Daten weg.

RAID ist kein Backup

Das ist der wichtigste Punkt. RAID schützt vor einem Festplattenausfall, aber nicht vor gelöschten Dateien, Schadsoftware, Diebstahl, Brand oder Überspannung. Die bewährte 3-2-1-Regel lautet: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Speichern, eine davon an einem anderen Ort. In der Praxis sichern Sie das NAS regelmäßig auf eine externe Festplatte, die Sie danach abziehen und woanders lagern, oder verschlüsselt in eine Cloud.

Die passenden Festplatten

Ein NAS läuft oft rund um die Uhr. Nehmen Sie darum Festplatten für den NAS-Betrieb, die für Dauerbetrieb und Vibrationen im Gehäuse ausgelegt sind. Prüfen Sie die Kompatibilitätsliste des NAS-Herstellers. Im RAID sollten die Platten gleich groß sein, sonst richtet sich die Kapazität nach der kleinsten. Für große Datenmengen sind klassische Festplatten am günstigsten, SSDs dienen eher als schneller Zwischenspeicher.

Netzwerk, Leistung und Strom

Ein Anschluss mit 1 Gigabit reicht für Backups und Fotos. Wer große Videodateien bearbeitet, profitiert von 2,5 oder 10 Gigabit, dann müssen auch Switch und Computer mithalten. Für Videostreaming mit Umwandlung und viele Nutzer braucht es mehr Prozessor und Arbeitsspeicher. Da das Gerät dauerhaft läuft, lohnt ein Blick auf den Stromverbrauch. Eine USV fährt es bei einem Stromausfall sauber herunter. Fernzugriff sollten Sie nur mit starkem Passwort und Zwei-Faktor-Anmeldung einrichten und Updates immer zeitnah einspielen.

Kurz zusammengefasst

Zwei Schächte mit RAID 1 sind für die meisten der richtige Start, dazu Festplatten für den NAS-Betrieb und ein zusätzliches Backup. Die Geräte finden Sie unter NAS-Systeme, Laufwerke unter Festplatten.

Häufige Fragen

Was ist ein NAS?

Ein Netzwerkspeicher, der am Router hängt. Alle Geräte im Haus können darauf zugreifen, zum Beispiel für Fotos, Dokumente und Backups.

Wie viele Schächte sollte ein NAS haben?

Für Zuhause und kleine Betriebe reichen meist zwei Schächte. Vier oder mehr lohnen sich bei großen Datenmengen und wenn Sie später erweitern wollen.

Ersetzt RAID ein Backup?

Nein. RAID hilft nur beim Ausfall einer Festplatte, nicht bei gelöschten Dateien, Schadsoftware, Diebstahl oder Brand. Eine zusätzliche Sicherung bleibt nötig.

Welche Festplatten passen in ein NAS?

Am besten Modelle für den NAS-Betrieb, die für Dauerlauf ausgelegt sind. Prüfen Sie die Kompatibilitätsliste des Herstellers und nehmen Sie im RAID gleich große Platten.

NAS oder Cloud?

Ein NAS kostet einmalig mehr, und die Daten bleiben bei Ihnen. Die Cloud ist einfacher, kostet aber laufend. Sinnvoll ist oft beides: NAS im Alltag, verschlüsselte Cloud als Backup.

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