Speicherkarte und USB-Stick kaufen: SD, microSD, V30, A2 und USB 3.2 erklärt
Auf einer Speicherkarte stehen oft mehr Symbole als Wörter: SDXC, U3, V30, A2, Klasse 10. Diese Zeichen verraten, wofür die Karte taugt. Wer sie lesen kann, kauft weder zu langsam für die Kamera noch zu teuer für das Handy.
Größe und Typ
SD-Karten stecken in Kameras und Notebooks, microSD-Karten in Handys, Tablets, Drohnen, Actioncams und Spielkonsolen, mit Adapter auch in SD-Slots. Die Bezeichnung zeigt die Kapazität: SDHC bis 32 GB, SDXC bis 2 TB. Ältere Geräte lesen manchmal nur SDHC, ein Blick ins Handbuch lohnt sich.
Die Tempo-Klassen
Für Video ist die Mindest-Schreibgeschwindigkeit entscheidend, denn die Kamera muss die Daten ohne Unterbrechung wegschreiben. Die Symbole: Klasse 10 und U1 stehen für mindestens 10 MB/s, für Full-HD-Video ausreichend. U3 und V30 garantieren 30 MB/s, der Standard für 4K-Video in Kameras, Drohnen und Actioncams. V60 und V90 braucht es für hohe Bitraten in professionellen Kameras. Die großen Zahlen auf der Vorderseite (etwa „bis 170 MB/s“) beschreiben meist nur das Lesetempo, das beim Kopieren auf den PC hilft.
A1 und A2 für Handy und Konsole
Wenn Apps oder Spiele direkt von der Karte laufen, zählen viele kleine Zugriffe. Dafür gibt es die Klassen A1 und A2. Für Handys, Tablets und Handheld-Konsolen ist A2 die bessere Wahl. Manche neue Konsolen verlangen außerdem den schnelleren Standard microSD Express, normale Karten werden dort nur für Bilder und Videos akzeptiert. Prüfen Sie die Angaben des Konsolenherstellers.
USB-Sticks: Lesen ist schnell, Schreiben oft nicht
Ein USB-Stick mit USB 3.2 liest Daten schnell, das Schreibtempo ist bei günstigen Modellen aber oft deutlich niedriger. Wer regelmäßig große Dateien kopiert, achtet auf die angegebene Schreibgeschwindigkeit oder nimmt gleich eine kleine externe SSD, siehe Ratgeber SSD kaufen. Praktisch sind Sticks mit USB-A und USB-C an einem Gerät. Für vertrauliche Daten gibt es Modelle mit Hardware-Verschlüsselung und PIN-Tastatur.
Vorsicht vor Fälschungen
Gefälschte Karten und Sticks melden eine große Kapazität, speichern aber nur einen Bruchteil, der Rest geht verloren, ohne Fehlermeldung. Typische Warnzeichen sind Preise weit unter dem Markt und fehlende Herstellerangaben. Kaufen Sie bekannte Marken bei seriösen Händlern und testen Sie neue Karten mit einem Prüfprogramm, das die volle Kapazität beschreibt und wieder liest.
Kein Ersatz für ein Backup
Speicherkarten und USB-Sticks sind Transportmittel, keine Archive. Sie können ohne Vorwarnung ausfallen. Wichtige Fotos und Dokumente gehören zusätzlich auf eine Festplatte, ein NAS oder in die Cloud.
Kurz zusammengefasst
Kamera und Drohne mit 4K: SDXC oder microSDXC mit V30. Handy und Konsole: microSD mit A2, bei neuen Konsolen Herstellerangabe prüfen. USB-Stick: auf das Schreibtempo achten. Bekannte Marken, seriöse Händler. Auswahl unter Speicherkarten und USB-Sticks.