Dockingstation kaufen: USB-C, Thunderbolt und wie viele Monitore wirklich gehen
Eine Dockingstation macht aus dem Notebook einen vollwertigen Arbeitsplatz: Ein Kabel einstecken, und Monitore, Tastatur, Maus, Netzwerk und Strom sind verbunden. Damit das klappt, muss das Dock zur Schnittstelle des Notebooks passen. Hier liegt die häufigste Enttäuschung, denn USB-C ist nicht gleich USB-C.
Welcher Anschluss steckt in Ihrem Notebook?
Der Stecker sieht immer gleich aus, die Fähigkeiten unterscheiden sich stark. Ein Blitz-Symbol neben der Buchse steht für Thunderbolt, ein „DP“-Symbol für USB-C mit DisplayPort. Steht nichts daneben, hilft das Datenblatt des Notebooks: Gesucht sind die Begriffe „DisplayPort Alt Mode“, „Thunderbolt 3/4/5“ oder „USB4“, sowie „Power Delivery“ für das Laden über die Buchse. Kann der Anschluss kein Bild ausgeben, funktioniert ein normales Dock nicht, dann hilft nur ein Modell mit DisplayLink (siehe unten).
Die drei Arten von Docks
USB-C-Docks sind am weitesten verbreitet und günstig. Sie geben das Bild über DisplayPort Alt Mode aus, meist für einen oder zwei Monitore. Thunderbolt- und USB4-Docks bieten deutlich mehr Bandbreite: zwei 4K-Monitore mit 60 Hertz, schnelle Datenübertragung, oft mehr Ladeleistung. Sie funktionieren mit Thunderbolt-Notebooks voll und mit vielen USB-C-Notebooks eingeschränkt. DisplayLink-Docks komprimieren das Bild per Software-Treiber und schicken es über normales USB. So laufen zwei oder drei Monitore auch an Notebooks, die das von Haus aus nicht können, gut für Büro, weniger für Spiele und Video.
Wie viele Monitore wirklich gehen
Die Zahl auf der Verpackung ist ein Maximum, das nicht jedes Notebook erreicht. Unter Windows verteilt ein USB-C-Dock mehrere Monitore per „MST“ auf die Bandbreite eines Anschlusses, bei zwei 4K-Bildschirmen sinkt die Bildrate dann oft auf 30 Hertz. Am Mac unterstützt macOS diese Technik nicht: Ein normales USB-C-Dock zeigt auf allen Monitoren dasselbe Bild. Viele MacBook-Modelle mit Einstiegs-Chip können ohnehin nur einen externen Bildschirm ansteuern, ein zweiter läuft dort nur über DisplayLink. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, wie viele externe Monitore Ihr Notebook laut Hersteller unterstützt.
Laden über das Dock
Docks liefern über das Kabel auch Strom, angegeben in Watt. Liegt der Wert unter dem Bedarf des Notebooks, entlädt sich der Akku bei voller Last trotzdem langsam. Für Büro-Notebooks reichen 65 Watt, für leistungsstarke Geräte sind 90 bis 100 Watt sinnvoll. Manche Hersteller-Docks laden nur die eigenen Notebooks mit voller Leistung, das steht in der Kompatibilitätsliste.
Anschlüsse, auf die es ankommt
Für einen typischen Arbeitsplatz: zwei Bildausgänge (HDMI oder DisplayPort), drei bis vier USB-A für Tastatur, Maus und Webcam, ein Netzwerkanschluss (Gigabit oder 2,5 Gigabit) und ein USB-C für Zubehör. Ein Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss sind praktisch, aber selten entscheidend. Denken Sie an das Kabel zum Notebook: Kurze Original-Kabel sind oft zu knapp, bei Thunderbolt muss ein Ersatzkabel ausdrücklich für Thunderbolt zertifiziert sein.
Kurz zusammengefasst
Zuerst den Anschluss am Notebook prüfen. USB-C mit DisplayPort für einen bis zwei Monitore im Büro, Thunderbolt oder USB4 für zwei 4K-Monitore und mehr Tempo, DisplayLink für Macs mit nur einem Monitorausgang oder für drei Bildschirme. Ladeleistung passend zum Notebook wählen. Auswahl unter Dockingstationen, passende Monitore im Ratgeber Monitor kaufen.