Kaufberatung

Überwachungskamera kaufen: Technik, Speicherung und was in Österreich erlaubt ist

Von BUBY Redaktion Veröffentlicht am 06.10.2026 Aktualisiert am 22.10.2026
Überwachungskamera kaufen: Technik, Speicherung und was in Österreich erlaubt ist

Eine Überwachungskamera soll abschrecken, im Ernstfall Beweise liefern und vom Urlaub aus einen Blick auf das Haus ermöglichen. Technisch ist das heute einfach. Rechtlich gibt es in Österreich klare Regeln, die viele nicht kennen. Dieser Ratgeber erklärt beides.

WLAN, Akku oder PoE?

Akku-Kameras lassen sich ohne Kabel montieren, sie zeichnen nur bei Bewegung auf und müssen regelmäßig geladen werden, manche mit Solarpanel. WLAN-Kameras mit Netzteil zeichnen durchgehend auf, brauchen aber eine Steckdose und ein gutes WLAN-Signal am Montageort. Am zuverlässigsten sind PoE-Kameras: Ein einziges Netzwerkkabel liefert Strom und Daten, das Bild ist stabil, und niemand kann das Signal per Funk stören. Für den Außenbereich ist PoE die beste Wahl, mehr dazu im Ratgeber Netzwerk-Switch und PoE.

Bildqualität und Nachtsicht

Für Eingangsbereiche und Einfahrten reichen 4 Megapixel, für größere Flächen oder um Gesichter und Kennzeichen zu erkennen sind 4K (8 Megapixel) sinnvoll. Wichtiger als die Auflösung ist oft das Objektiv: Ein weiter Blickwinkel zeigt viel, aber kleine Details. Für die Nacht gibt es Infrarot (Schwarz-Weiß-Bild, unsichtbar) und Modelle mit Farbnachtsicht, die mit einer kleinen Leuchte oder sehr lichtstarken Sensoren arbeiten. Für den Außeneinsatz achten Sie auf die Schutzart IP66 oder IP67.

Wo werden die Videos gespeichert?

Drei Möglichkeiten: auf einer Speicherkarte in der Kamera (einfach, aber ein Dieb kann sie mitnehmen), in der Cloud des Herstellers (bequem, meist mit Abo und Daten außer Haus) oder auf einem Netzwerk-Videorekorder im Haus, der mehrere Kameras aufzeichnet und sich vom Handy abrufen lässt. Für mehrere Kameras ist ein Netzwerk-Videorekorder (NVR) die sauberste Lösung. Achten Sie auf den Standard ONVIF, dann arbeiten Kameras und Rekorder unterschiedlicher Hersteller zusammen.

Was in Österreich erlaubt ist

Das Datenschutzgesetz regelt private Videoüberwachung in Österreich ausdrücklich. Die wichtigsten Grundsätze, vereinfacht:

Nur das eigene Grundstück: Filmen dürfen Sie zum Schutz von Personen und Eigentum grundsätzlich nur Ihren eigenen Bereich. Gehsteig, Straße, öffentliche Flächen und das Grundstück der Nachbarn sind tabu. Viele Kameras bieten dafür Privatzonen, mit denen Sie Bildbereiche dauerhaft schwärzen. Kennzeichnung: Eine Videoüberwachung muss vor Ort erkennbar gekennzeichnet sein, üblich ist ein Hinweisschild beim Zugang. Daraus muss hervorgehen, wer überwacht, also Name und Kontakt, außer es ist für alle Betroffenen ohnehin klar. Kurze Speicherdauer: Aufnahmen dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es für den Zweck nötig ist. Bis zu 72 Stunden sieht die Datenschutzbehörde in der Regel als zulässig an, längere Speicherung muss eigens begründet werden. Stellen Sie die automatische Löschung entsprechend ein. Keine Tonaufnahme ohne Zustimmung der Betroffenen.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Wer ein Geschäft, ein Mehrparteienhaus oder Bereiche mit Mitarbeitern überwacht, sollte sich vorher genauer informieren, zum Beispiel auf oesterreich.gv.at, bei der Datenschutzbehörde oder der Wirtschaftskammer.

Sicherheit der Kamera selbst

Eine Kamera mit Internetzugang ist ein Gerät im Heimnetz, das geschützt werden muss: Standard-Passwort sofort ändern, Firmware aktuell halten, Zwei-Faktor-Anmeldung in der App aktivieren, wenn möglich. Wer sich auskennt, packt Kameras in ein eigenes Netz.

Kurz zusammengefasst

Außen: PoE-Kamera mit 4 bis 8 Megapixel, IP66 und Nachtsicht. Mehrere Kameras: NVR mit ONVIF. Nur den eigenen Grund filmen, Hinweisschild anbringen, Aufnahmen nach kurzer Zeit automatisch löschen. Kameras unter Überwachungskameras, Halterungen und Zubehör unter Überwachungskamera-Zubehör.

Überwachungskamera IP-Kamera PoE Videoüberwachung Datenschutz DSG Österreich NVR Nachtsicht Kaufberatung

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