Laubbläser, Laubsauger und Akku-Gartengeräte: Fit für den Herbst
Im Oktober und November fällt in vielen Gärten mehr Laub, als man mit dem Rechen bewältigen will. Laubbläser und Laubsauger nehmen die Arbeit ab. Ob sie sinnvoll sind, hängt von der Fläche, den Nachbarn und davon ab, was Sie mit dem Laub vorhaben.
Rechen, Bläser oder Sauger?
Für kleine Gärten und Rasenflächen ist der Rechen immer noch die leiseste und billigste Lösung. Ein Laubbläser treibt das Laub mit einem Luftstrom zu einem Haufen zusammen, ideal für Wege, Einfahrten, Terrassen und große Flächen. Ein Laubsauger saugt das Laub in einen Fangsack und häckselt es dabei klein, sodass es weniger Platz braucht und schneller verrottet. Viele Geräte können beides. Für nasses Laub, das am Boden klebt, sind kräftige Bläser im Vorteil, Sauger verstopfen eher.
Akku, Kabel oder Benzin?
Akku-Laubbläser sind leise, leicht und ohne Abgase, ideal für Hausgärten. Die Laufzeit pro Akku liegt je nach Stufe bei 10 bis 30 Minuten, mit einem zweiten Akku reicht es für die meisten Gärten. Kabelgeräte haben unbegrenzte Laufzeit, das Kabel stört aber auf großen Flächen. Benzingeräte sind die kräftigsten und für Parks und Profis gedacht, dafür laut und mit Abgasen. Geräte finden Sie unter Laubbläser.
Lärm und Ruhezeiten
Laubbläser gehören zu den lautesten Gartengeräten. In Österreich regeln Gemeinden und Länder die Ruhezeiten für lärmende Gartenarbeiten unterschiedlich, häufig gibt es Einschränkungen zu Mittag, am Abend sowie an Sonn- und Feiertagen. Ein Blick auf die Seite Ihrer Gemeinde lohnt sich. Akkugeräte sind deutlich leiser als Benzingeräte, ein Gehörschutz ist bei längerer Arbeit trotzdem sinnvoll.
Wohin mit dem Laub?
Laub ist kein Abfall, sondern wertvolles Material. Unter Hecken und Sträuchern schützt es den Boden im Winter und bietet Igeln und Insekten Unterschlupf. Klein gehäckselt eignet es sich als Mulch für Gemüsebeete und als Füllung für das Hochbeet, siehe Ratgeber Hochbeet im Herbst winterfest machen. Auf dem Kompost mischen Sie es mit Rasenschnitt oder Küchenabfällen, damit es schneller verrottet. Eichen- und Walnusslaub verrottet langsam und gehört nur in kleinen Mengen dazu.
Ein Akku für den ganzen Garten
Wer mehrere Akkugeräte im Garten nutzt, bleibt bei einem System: Derselbe Akku passt dann in Laubbläser, Rasentrimmer, Heckenschere, Akku-Rasenmäher und oft auch in das Werkzeug für Haus und Werkstatt, siehe Ratgeber Bohrschrauber, Schlagschrauber oder Bohrhammer. Im Herbst ist auch der richtige Zeitpunkt, die Akkus für den Winter vorzubereiten: Mit etwa halber Ladung an einem kühlen, frostfreien Ort lagern, nicht im kalten Gartenhaus.
Kurz zusammengefasst
Kleine Rasenfläche: Rechen. Wege, Terrassen und große Gärten: Akku-Laubbläser. Viel Laub auf wenig Platz: Laubsauger mit Häcksler. Ruhezeiten der Gemeinde beachten, Laub als Mulch und für Hochbeet und Kompost nutzen, Akkus frostfrei und halb geladen einlagern.