Haselnusscreme und Pistaziencreme kaufen: Nussanteil, Zucker und Palmöl richtig lesen
Haselnusscreme gehört für viele zum Frühstück, Pistaziencreme ist in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Dauerbrenner geworden. Die Unterschiede zwischen den Gläsern sind groß: Manche bestehen zur Hälfte aus Zucker und zu einem guten Teil aus Palmöl, andere vor allem aus Nüssen. Mit einem Blick auf die Zutatenliste erkennen Sie, was Sie kaufen.
Der Nussanteil entscheidet
Die Zutaten stehen in absteigender Reihenfolge auf dem Etikett. Steht Zucker an erster Stelle, ist es vor allem eine süße Creme mit Nussgeschmack. Steht die Nuss vorne oder ist ihr Anteil mit 30 Prozent oder mehr angegeben, schmeckt die Creme deutlich nussiger und sättigt besser. Klassische Supermarktcremes liegen meist bei 13 Prozent Haselnüssen, hochwertige Aufstriche bei 30 bis 45 Prozent. Bei Pistaziencreme ist ein hoher Anteil noch wichtiger, weil Pistazien teuer sind: Günstige Produkte strecken mit Haselnüssen, Mandeln oder grüner Farbe. Ein grünes Glas sagt nichts über den Pistazienanteil, die Zutatenliste schon.
Zucker, Maltit oder Honig?
Die meisten Cremes werden mit Haushaltszucker gesüßt. Produkte „ohne Zuckerzusatz“ verwenden oft Maltit, einen Zuckeralkohol mit etwa halb so vielen Kalorien, der den Blutzucker weniger stark steigen lässt. Er schmeckt fast wie Zucker, kann in großen Mengen aber abführend wirken, deshalb steht ein entsprechender Hinweis auf dem Etikett. Mit Honig gesüßte Aufstriche, etwa Tahini mit Pistazien, sind eine natürliche Variante mit eigenem Aroma. Welche Süßung die richtige ist, hängt davon ab, ob Sie Kalorien, Blutzucker oder möglichst wenig verarbeitete Zutaten im Blick haben.
Palmöl oder nicht?
Palmöl macht Cremes streichfest und günstig, steht aber wegen Regenwaldrodung und wegen der beim Raffinieren entstehenden Fettschadstoffe in der Kritik. Palmölfreie Cremes setzen auf Sonnenblumen-, Raps- oder Kakaobutter, oft auch einfach auf den natürlichen Fettgehalt der Nüsse. Sie können etwas weicher sein und sich bei Wärme leicht absetzen, das ist kein Qualitätsmangel. Einmal umrühren genügt.
Haselnuss, Pistazie oder Tahini?
Haselnusscreme ist der Klassiker für Brot, Pfannkuchen und Füllungen und meist die günstigste Variante. Pistaziencreme schmeckt feiner und leicht salzig-nussig, passt zu Croissants, Joghurt, Eis und Desserts und ist wegen des teuren Rohstoffs im Preis höher. Eine Variante mit Milchschokolade und Pistazien liegt geschmacklich dazwischen. Tahini-Pistaziencreme aus Sesam, Pistazien und Honig ist weniger süß, vegan und eignet sich auch für Dressings und orientalische Gerichte. Wer glutenfrei isst, achtet auf die Angabe auf dem Etikett, die meisten reinen Nusscremes sind von Natur aus glutenfrei.
Glasgröße, Haltbarkeit, Lagerung
Übliche Gläser fassen 190 bis 400 Gramm. Für einen kleinen Haushalt oder zum Probieren reicht das kleine Glas, bei täglichem Gebrauch ist das große je 100 Gramm günstiger. Ungeöffnet halten Nusscremes etwa ein Jahr, geöffnet sollten sie bei Zimmertemperatur und mit sauberem Messer innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden. Im Kühlschrank werden sie hart und verlieren Aroma.
Wo kaufen?
Hochwertige Nusscremes finden Sie in Feinkostläden und bei spezialisierten Händlern, die direkt vom Hersteller beziehen. Auf BUBY bietet ein Händler aus Österreich Haselnuss- und Pistaziencremes aus Korinth mit 30 Prozent Nussanteil, ohne Palmöl und ohne Zuckerzusatz an, die Haselnusscreme ab 8,90 Euro pro Glas. Eine Pistaziencreme ist auch ein schönes Mitbringsel, Ideen dazu finden Sie im Ratgeber Geschenkideen für jeden Anlass.
Kurz zusammengefasst
Zutatenliste lesen: Nuss vor Zucker und mindestens 30 Prozent Nussanteil. Bei Pistaziencreme auf echten Pistazienanteil achten. Ohne Zuckerzusatz heißt meist Maltit, palmölfrei kann etwas weicher sein. Haselnuss für den Alltag, Pistazie für Desserts und Geschenke, Tahini für weniger Süße. Auswahl unter Nussaufstrich, weitere Aufstriche und Honig unter Konfitüren, Honig & Brotaufstriche.